Das Rentenniveau einfach erklärt
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Was ist eigentlich das Rentenniveau?

Im Jahr 2018 betrug das Rentenniveau 48 %. Für viele Arbeitnehmer heißt das: Meine Rentenhöhe liegt bei 48 % meines letzten Gehalts vor der Rente. Das stimmt allerdings so nicht!

Das sagt die Prozentzahl des Rentenniveau wirklich aus

Die 48 % sind ein absoluter Durchschnittswert, der nur begrenzt etwas über die Rente jedes einzelnen aussagt. Das Rentenniveau ist genau genommen die Standardrente im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst aller Versicherten. Konkret heißt das: Ein Arbeitnehmer, der über 45 Jahre gearbeitet, den Durchschnittsverdienst erhalten und ununterbrochen in die Rente eingezahlt hat, kommt auf eine Rente von 48 % des Nettogehalts. Wichtig für die Berechnung sind dabei die Rentenpunkte.

Was sind Rentenpunkte?

Rentenpunkte, auch Entgeltpunkte genannt, dienen dazu, die spätere Rentenhöhe zu berechnen. Jeder Arbeitnehmer sammelt diese Punkte das ganze Arbeitsleben hindurch. Dafür wird in jedem Jahr das Bruttodurchschnittsgehalt berechnet, für das es 1 Rentenpunkt gibt. Für dieses Jahr wird das Durchschnittsgehalt bei geschätzt 41.541 Euro brutto im Westen und bei 39.338 Euro brutto im Osten liegen. Wer exakt dieses Bruttogehalt erreicht, bekommt 1 Rentenpunkt auf sein Rentenkonto. Der Wert eines Rentenpunkts ist seit 2010 kontinuierlich gestiegen und liegt in diesem Jahr bei 34,19 Euro bzw. 33,47 Euro (West/Ost).

Du siehst – das Rentenniveau ist also immer nur als grober Richtwert anzusehen, denn nicht jeder erfüllt genau die in die Berechnung einfließenden Standardwerte.

Das wird von Deiner Rente abgezogen

Von der Rente abgezogen werden dann noch Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung. Im Schnitt kannst Du davon ausgehen, dass um die 20 % Deiner Rente abgezogen werden, davon entfallen ca. 8,2 % auf Deine Krankenversicherung (abhängig vom Satz Deiner gesetzlichen Krankenkasse), 2,05 bzw. 2,30 % für die Pflegeversicherung (abhängig davon, ob Du Kinder hast oder nicht) sowie 10 – 15 % Steuern, die sich durch Deinen persönlichen Steuersatz ergeben. Leider gibt Dir Dein Rentenbescheid keine genaue Auskunft darüber, denn in Deinem Bescheid findest Du nur Deine Bruttorente und nicht den Betrag, den Du netto an Rente ausbezahlt bekommen wirst.

Wie hoch ist meine Rente denn nun genau?

Das im Voraus genau auszurechnen ist nicht ganz einfach, denn neben Krankheit, Arbeitslosigkeit, Familienstand etc. spielen viele weitere Aspekte eine wichtige Rolle bei der Berechnung. Auch kann man z. B. mit Anfang 40 noch kaum voraussehen, wie sich das eigene Leben entwickeln wird und wie sich die Renten allgemein entwickeln werden.

Fakt ist, dass der Großteil aller Arbeitnehmer alleine mit der staatlichen Rente keinen wirklich lebenswerten Ruhestand genießen kann. Ohne private Altersvorsorge wird es für die meisten schwer, den Lebensstandard, den man während des Arbeitslebens hatte, im Alter zu halten. Wer verhindern möchte, später jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen, sollte also so früh wie möglich mit der privaten Vorsorge beginnen. Denn: Je früher man startet, desto geringer sind die Beiträge und desto höher ist später der Betrag, über den man sich freuen kann.

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